Kreide selber machen – So einfach wird’s bunt!
Manchmal braucht es nur eine einfache Idee, um den Tag mit Kindern bunter zu machen. Kreide selber zu machen ist genau so ein kleiner Glücksgriff. Gips, Farbe, Förmchen – mehr braucht es nicht, und schon wird aus einem Nachmittag ein kreatives Mini-Abenteuer. Deine Kinder können anrühren, gießen, gestalten und später stolz mit ihren eigenen Kreidestücken den Hof verschönern.
Ob auf Asphalt, Pflaster oder Tafel – DIY-Kreide macht draußen richtig Laune und lässt sich komplett nach Lust und Laune gestalten: knallbunt, glitzernd, mit Düften oder in lustigen Formen. Und das Beste? Du hast alles wahrscheinlich schon zu Hause. Also: Schürze an, Ärmel hoch – jetzt wird’s bunt!

Was ist DIY-Kreide eigentlich?
Selbstgemachte Kreide ist meist eine Mischung aus Gips, Wasser und Lebensmittelfarbe. Sie wird in kleine Formen gegossen, härtet aus und lässt sich danach wie herkömmliche Straßenkreide verwenden – nur eben in genau den Farben und Formen, die dein Kind am liebsten hat.
Je nach Rezept kannst du Kreide flüssig zum Ausgießen oder eher cremig zum Pinseln herstellen. Manche Varianten trocknen in Förmchen, andere in Pappröhren oder Eiswürfelbehältern. Das Beste: Du brauchst keine komplizierten Zutaten – Gips bekommst du in jedem Baumarkt oder online, der Rest findet sich in deiner Küche.
Warum Kinder von Kreide so fasziniert sind

Kreide hat diesen ganz besonderen Reiz: Sie ist greifbar, bunt, macht sichtbar, was sonst nur in Köpfen steckt. Kinder können mit ihr direkt loslegen – ohne Regeln, ohne Vorbereitung, ohne Warten. Ein Strich wird zur Straße, ein Kreis zur Sonne, ein Haken zur Fantasiefigur. Das Gefühl, selbst Spuren zu hinterlassen – auf dem Boden, der Wand oder der Tafel – gibt ihnen ein echtes Erfolgserlebnis.
Außerdem ist Kreide kein fertiges Spielzeug. Sie bricht mal, staubt, malt mal dicker, mal feiner – genau das macht sie spannend. Es gibt kein Richtig oder Falsch, sondern nur: ausprobieren, fühlen, verändern. Für viele Kinder ist das eine erste Form von kreativem Ausdruck, die ganz ohne Leistungsdruck funktioniert. Sie dürfen groß denken, bunt malen, sofort wieder neu anfangen.
Und ganz nebenbei? Fördert Kreide die Feinmotorik, stärkt das Farbgefühl und bringt frische Luft ins Spiel – denn am liebsten wird draußen gemalt, bis der Hof zur Galerie wird.
Kreide selber machen – So funktioniert’s
Für klassische Gießkreide brauchst du:
Zutaten:
- 1 Teil Gips (z. B. Alabastergips)
- ¾ Teil Wasser
- Lebensmittelfarbe oder Tempera-Farbe
- optional: Glitzer, Duftöl oder Farbpigmente
Hilfsmittel:
- Rührschüssel
- Löffel oder Spatel
- Einwegbecher, Silikonformen, Eiswürfelformen oder leere Klopapierrollen (als Gießform)
- Backpapier oder Folie zum Unterlegen
So geht’s:
- Wasser und Farbe in der Schüssel verrühren
- Gips nach und nach einstreuen und gut durchrühren (ca. 1 Minute lang)
- Die Masse sollte dickflüssig, aber gießfähig sein – wie Waffelteig
- In die vorbereiteten Formen füllen
- 1–2 Tage trocknen lassen (je nach Größe der Form)
- Aus der Form lösen – fertig ist deine DIY-Kreide!
Wichtig:
- Handschuhe tragen – Farbpigmente und Gips färben stark
- Reste nicht in den Abfluss geben – Gips härtet in den Rohren aus
Diese Formen eignen sich besonders gut
- Silikonformen (z. B. für Eis, Muffins oder Pralinen)
- Toilettenpapierrollen (unten mit Klebeband verschließen)
- leere Ü-Ei-Hüllen (ergibt runde Kreidestücke)
- Eis-am-Stiel-Formen (mit Holzstäbchen für besseren Halt)
- Kleine Plastikbecher (ergibt dicke Kreidestifte)
Tipp: Form vorher mit etwas Speiseöl einpinseln – dann lässt sich die Kreide leichter herauslösen.
Profi-Tipps für selbstgemachte Kreide

Gießform versiegeln:
Streiche die Innenseite deiner Förmchen mit etwas Öl ein (z. B. Speiseöl oder Vaseline). So lässt sich die Kreide später ganz leicht lösen – ohne Bröseln oder Brechen.
Farben kräftiger machen:
Verwende Gel-Lebensmittelfarbe oder Pigmentpulver statt flüssiger Farbe. Die Töne werden intensiver – und die Konsistenz bleibt stabil.
Leichtes Aufräumen:
Rühre in einer alten Eispackung oder Schüssel mit Deckel an – so kannst du sie nach dem Trocknen einfach entsorgen oder direkt als Aufbewahrung nutzen.
Pappröhren fixieren:
Stelle Klopapierrollen in ein Muffinblech oder auf ein mit Backpapier belegtes Tablett. So bleiben sie beim Gießen stabil und kippen nicht um.
Nicht zu viel Wasser:
Gib den Gips immer langsam zum Wasser, nicht umgekehrt. So bekommst du eine glatte Masse ohne Klümpchen – und die Kreide wird nicht brüchig.
Trocknung beschleunigen:
An einem warmen, trockenen Ort (z. B. Heizung, Backofen bei Restwärme, sonnige Fensterbank) trocknet die Kreide deutlich schneller.
Duft oder Glitzer? Erst am Schluss!
Gib Glitzer, Duftöl oder Deko ganz am Ende zum Gips – sonst klumpt die Masse oder der Effekt geht beim Rühren verloren.
Kreative Ideen für selbstgemachte Kreide
Selbstgemachte Kreide lässt sich nicht nur klassisch nutzen – du kannst richtig kreativ werden:
- Eis-Kreide: Kreidemasse in Eiswürfelformen geben, Holzstäbchen rein – fertig sind DIY-Kreidesticks am Stiel
- Glitzerkreide: Glitzer in die Masse rühren – funkelt toll auf Asphalt
- Duftkreide: Ein paar Tropfen Vanille- oder Zitronenduft ins Wasser – das ergibt Kreide mit Wohlfühlfaktor
- Formenkunst: Herzen, Sterne oder Dinosaurier – mit passenden Förmchen wird jedes Stück ein Kunstwerk
- Tafelkreide: Mit extra fein gemahlenem Gips und weniger Wasser klappt’s auch für Tafeln
Kreide selber machen mit kleinen Kindern
Ab etwa 3 Jahren können Kinder schon super mithelfen:
- Farbe einrühren
- Gips löffelweise dazuschütten
- Förmchen aussuchen und ausgießen
- beim Trocknen geduldig warten (nicht ganz so einfach!)
Für ganz Kleine eignet sich die „Malpaste“-Variante: Etwas mehr Wasser macht die Kreide streichfähiger – ideal zum Pinseln auf Papier oder Pflasterstein. Wird die Masse zu dünn, einfach etwas Gips nachgeben.
So bleibt’s sauber: Tipps für Eltern
- Arbeitsfläche mit Folie oder Wachstuch abdecken
- Einmalhandschuhe für kleine Helfer bereitlegen
- Rührschüssel auswaschen, bevor der Gips hart wird
- Nicht in den Abfluss kippen – besser in den Müll
Haltbarkeit & Aufbewahrung
Selbstgemachte Kreide ist nach dem Trocknen lange haltbar. Einfach in einem Karton oder Baumwollbeutel lagern – trocken und nicht zu warm. Je nach Verwendung und Lagerung hält sie mehrere Monate.
Feuchtigkeit vermeiden – sonst bröselt sie. Nach Regen kurz trocknen lassen, dann ist sie oft wieder einsatzbereit.
FAQ – Kreide selber machen: Deine Fragen, unsere Antworten
Wie lange dauert das Trocknen?
Je nach Größe der Form 24 bis 48 Stunden. Am besten an einem warmen, trockenen Ort ruhen lassen – nicht im Kühlschrank!
Kann ich statt Gips auch Speisestärke oder Mehl verwenden?
Nein – für feste Kreide brauchst du Gips. Mehl oder Stärke ergeben nur matschige Malpasten, keine festen Stifte.
Ist das Rezept sicher für Kinder?
Ja – Gips ist ungiftig, aber bitte trotzdem nicht einatmen oder in den Mund nehmen. Immer unter Aufsicht spielen lassen, gerade beim Anrühren.
Welche Farben funktionieren am besten?
Gel-Lebensmittelfarben, Pulverpigmente oder flüssige Tempera-Farben. Aquarellfarben eignen sich nicht – sie färben zu schwach.
Kann ich Kreide auch auf dunklem Untergrund verwenden?
Ja – dann am besten helle Pigmente oder weiße Grundmasse verwenden. Alternativ: Glitzer- oder Neonkreide herstellen.
Wie kriege ich die Kreide am besten weg?
Mit Wasser lässt sich DIY-Kreide leicht abwaschen. Auf empfindlichen Oberflächen vorher testen – nicht alle Farben sind 100 % rückstandsfrei.
Kreide selber machen – der perfekte Mix aus DIY & Spielspaß
Kreide selber zu machen ist viel mehr als nur ein schnelles DIY. Es ist ein kleines Familienprojekt, das Kinder von Anfang an einbindet. Vom Rühren über das Gießen bis hin zum bunten Ausprobieren draußen – das Ganze fühlt sich wie ein kleiner Zaubertrick an. Du brauchst kein großes Budget, keine Vorkenntnisse, nur Lust aufs Selbermachen.
Also schnapp dir Gips, Farben und ein paar Förmchen – und leg los. Deine Kinder werden es lieben.













