Seifenblasen einfrieren – So entsteht ein magisches Wunder
Ein klarer Wintermorgen, die Welt ist in Raureif getaucht, der Atem bildet kleine Wölkchen – genau die richtige Zeit für ein magisches Experiment im Freien. Denn bei klirrendem Frost kannst du mit deinen Kindern ein faszinierendes Naturphänomen beobachten: gefrorene Seifenblasen. Was sonst zerplatzt, bleibt in der Kälte bestehen – und verwandelt sich in eine schimmernde Kugel voller feiner Eiskristalle.
Diese zarten Gebilde sehen aus wie kleine Schneekugeln aus Glas. Auf ihrer Oberfläche bilden sich filigrane Muster, die an Federn, Sterne oder Blätter erinnern. Je nach Temperatur und Windverhältnissen entstehen die gefrorenen Kunstwerke ganz unterschiedlich – jedes für sich ein Unikat.
Für dieses Experiment brauchst du kaum Vorbereitung, keine Chemikalien und keine speziellen Werkzeuge. Nur eine selbstgemachte Seifenblasenlösung, eisige Temperaturen und ein bisschen Geduld – und schon wird ein gewöhnlicher Wintertag zu einem kleinen Zaubererlebnis. Ideal für alle, die mit Kindern draußen etwas Besonderes erleben wollen.

Was passiert beim Seifenblasen einfrieren?
Wenn Seifenblasen bei Minustemperaturen auf kalten Oberflächen landen, beginnt das Wasser in der Blase zu gefrieren. Dabei entstehen filigrane Eiskristalle, die sich wie kleine Federn, Blätter oder Schneeflocken ausbreiten. Je kälter es ist, desto schneller friert die Seifenblase ein – manchmal schon im Flug.
Das Ganze ist nicht nur ein faszinierendes Schauspiel, sondern eignet sich wunderbar zum Experimentieren, Fotografieren oder einfach zum Staunen.
Das brauchst du für gefrorene Seifenblasen
| Material / Zutat | Hinweis oder Alternative |
|---|---|
| Seifenblasenflüssigkeit | selbst gemacht oder gekauft (Rezept siehe unten) |
| Strohhalm oder Pustering | funktioniert beides – Strohhalm oft einfacher |
| Eiskalte Temperaturen | am besten unter -5 °C, ideal: -10 bis -15 °C |
| Geduld & ruhiger Ort | wenig Wind, möglichst windgeschützt pusten |
| Unterlage | z. B. Holzbrett, Eisfläche, Schneehügel |
| Kamera oder Handy | für wunderschöne Erinnerungsfotos |
Rezept für stabile DIY-Seifenblasenflüssigkeit
Für besonders stabile Blasen, die auch draußen länger halten:
- 250 ml Wasser
- 2 EL Spülmittel (z. B. Fairy)
- 1 EL Zucker oder Maissirup
- 1 TL Glycerin (aus der Apotheke)
Alles gut verrühren und über Nacht stehen lassen – am nächsten Morgen ist die Mischung perfekt.
So funktioniert’s – Seifenblasen bei Frost

- Vorbereitung draußen:
Suche dir einen windgeschützten Ort mit Schnee, Eis oder kalter Unterlage. Lege ein Holzbrett oder Backpapier bereit, auf dem die Blasen landen können. - Seifenblasen pusten:
Tauche den Strohhalm oder Pustering in die Seifenlösung und puste langsam eine Blase. Lass sie auf der Unterlage landen oder vorsichtig darauf gleiten. - Warten & beobachten:
Jetzt heißt es: still sein und zuschauen. Binnen weniger Sekunden entstehen Eiskristalle. Du siehst, wie die Oberfläche zu glitzern beginnt – wie bei einer sich schließenden Eiskuppel. - Schnapp dir die Kamera:
Die gefrorenen Blasen halten je nach Kälte mehrere Minuten. Perfekt für magische Makroaufnahmen oder ein spontanes Kinderfoto im Eisglanz.
Farben, Varianten & Tipps
- Für farbige Effekte kannst du der Lösung ein wenig Lebensmittelfarbe hinzufügen.
- Mit dunklem Untergrund (z. B. schwarzer Karton) wirken die Kristalle besonders gut.
- Bei zu viel Wind hilft es, eine kleine Kuppel (z. B. Salatschüssel) als Windschutz aufzustellen.
- Die Blasen gelingen am besten in den frühen Morgenstunden – dann ist die Luft feuchter und die Kälte stabil.
- Wenn du Glück hast, friert die Blase sogar in der Luft – das passiert bei sehr starkem Frost.
Spielideen mit gefrorenen Seifenblasen
❄️ 1. Eiskugel-Schatzsuche
Puste mehrere Blasen in den Schnee und lass die Kinder die schönsten „Eiskugeln“ suchen – wer entdeckt eine mit Herzform? Wer findet eine Doppelblase?
🧊 2. Blasen-Zauberwald bauen
Gestaltet gemeinsam eine kleine Winterlandschaft im Garten: Zweige, Moos, Minihäuschen – und dazwischen die glitzernden Blasen. Ideal zum Fantasiespielen.
🔍 3. Forscherzeit mit Lupe
Mit einer kleinen Lupe lassen sich die Eiskristalle genau beobachten. Wie sehen sie aus? Welche Muster entstehen zuerst?
🎨 4. Eismalerei mit Seifenblasen
Füge der Flüssigkeit etwas Farbe hinzu und puste Blasen auf weißes Papier – die zerspringenden Blasen hinterlassen wunderschöne Farbkreise im Frost.
📸 5. Winter-Fotoshooting
Setzt die Kinder mit Schal und Mütze in Szene, während sie Blasen pusten. Die eingefrorenen Kugeln im Vordergrund ergeben traumhafte Winterbilder.
📚 6. Geschichten erfinden
Was, wenn die Seifenblasen Botschaften aus dem Eisreich sind? Oder kleine Zauberwesen darin wohnen? Die Kinder denken sich märchenhafte Geschichten dazu aus.
🏆 7. Blasenwettbewerb
Wer pustet die größte Seifenblase? Welche friert am schnellsten? Ein kleiner Spaßwettkampf mit viel Staunen – ganz ohne Technik.
Häufige Fragen zum Seifenblasen einfrieren
Wann funktioniert das Experiment am besten?
Bei trockener Kälte und Temperaturen unter -5 °C. Je kälter, desto besser klappt’s.
Warum frieren die Blasen nicht sofort?
Das hängt von Temperatur, Wind und der Rezeptur ab. Warme Atemluft oder zu viel Wind können den Effekt verhindern.
Kann man normale Seifenblasenlösung nehmen?
Ja, aber DIY-Rezepte mit Glycerin oder Zucker halten oft besser – vor allem im Frost.
Wie lange halten gefrorene Blasen?
Bei gutem Wetter mehrere Minuten. Wenn sie zerplatzen, hinterlassen sie oft noch einen kleinen Eiskranz.
Kann man das auch mit kleinen Kindern machen?
Unbedingt – es ist völlig ungefährlich. Achte nur darauf, dass sie nicht zu viel Lösung verschlucken.
Was tun, wenn es zu warm ist?
Dann einfach den Beitrag speichern und auf den nächsten Frostmorgen warten – das Warten lohnt sich!
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