Nordlichter malen mit Kindern: 5 zauberhafte Techniken für einen leuchtenden Winterhimmel

Nordlichter gehören zu den faszinierendsten Naturerscheinungen überhaupt. Wenn grüne, türkise, violette und rosafarbene Lichtschleier über den dunklen Nachthimmel tanzen, sieht es beinahe so aus, als hätte jemand den Himmel mit leuchtenden Farben bemalt.

Diese wunderschöne Stimmung kannst du auch gemeinsam mit deinen Kindern auf Papier zaubern. Und dafür brauchst du weder besondere künstlerische Fähigkeiten noch teure Materialien. Mit Kreide, Wasserfarben, Schwämmen oder sogar einer alten Zahnbürste entstehen beeindruckende Winterbilder, die aussehen wie kleine Kunstwerke.

Besonders schön ist das Malen von Nordlichtern in der dunklen Jahreszeit. Wenn es draußen früh dunkel wird, könnt ihr es euch drinnen gemütlich machen und mit leuchtenden Farben experimentieren. Vielleicht entsteht ein verschneiter Tannenwald unter einem grünen Polarlicht oder eine geheimnisvolle Winterlandschaft mit funkelnden Sternen.

In diesem Beitrag zeige ich dir fünf einfache Techniken, mit denen du Nordlichter mit Kindern malen kannst. Du erfährst, welche Materialien sich besonders gut eignen, wie die typischen Lichtschleier entstehen und wie du deine Bilder mit Sternen, Bergen und verschneiten Wäldern gestalten kannst.

Nordlichter malen mit Kindern: Was du vorher wissen solltest

Nordlichter, auch Polarlichter oder Aurora borealis genannt, entstehen, wenn geladene Teilchen aus dem Weltraum auf Gase in der oberen Erdatmosphäre treffen. Dabei wird Licht ausgesendet, das wir am Himmel als farbige Schleier, Bögen und manchmal sogar als tanzende Lichtvorhänge sehen können.

Besonders häufig erscheinen Nordlichter in Grün. Manchmal leuchten sie aber auch in Rosa, Rot oder Violett.

Genau diese Farben machen das Naturphänomen zu einer wunderschönen Malidee für Kinder.

Für ein typisches Nordlichtbild brauchst du vor allem drei Dinge:

  1. Einen dunklen Hintergrund, auf dem die Farben leuchten können.
  2. Weiche, ineinander verlaufende Farbübergänge.
  3. Geschwungene Lichtstreifen, die wie Vorhänge am Himmel aussehen.

Das Schöne daran ist, dass Nordlichter keine festen Formen haben. Es gibt also kein richtig oder falsch. Jedes Kind kann seine eigenen leuchtenden Lichtschleier gestalten.

Welche Farben eignen sich für Nordlichter?

Besonders schön wirken folgende Farbkombinationen:

  • Hellgrün, Türkis und Dunkelblau für klassische Nordlichter
  • Rosa, Violett und Hellblau für einen märchenhaften Winterhimmel
  • Gelbgrün, Smaragdgrün und Türkis für besonders leuchtende Polarlichter
  • Pink, Lila und Grün für einen fantasievollen Nachthimmel

Mein Tipp: Verwende für ein Bild zunächst nur zwei bis drei Nordlichtfarben. So entstehen harmonische Farbübergänge, ohne dass der Himmel zu bunt oder unruhig wirkt.

1. Nordlichter mit Pastellkreide malen

Die Pastellkreidetechnik gehört zu den einfachsten Möglichkeiten, wunderschöne Nordlichter zu malen. Besonders auf schwarzem Tonpapier entstehen beeindruckende Ergebnisse, weil die hellen Kreidefarben wunderbar mit dem dunklen Hintergrund kontrastieren.

Das Beste an dieser Technik ist, dass die Farben mit den Fingern verwischt werden können. So entstehen ganz automatisch die weichen, fließenden Übergänge, die für Nordlichter typisch sind.

Du brauchst dafür

  • Schwarzes Tonpapier oder dunkles Zeichenpapier
  • Weiche Pastellkreiden in Grün, Türkis, Blau und Violett
  • Ein Stück Küchenpapier oder Wattepads
  • Weißen Buntstift oder weißen Gelstift
  • Optional schwarze Papierreste für Tannenbäume

Schritt für Schritt Nordlichter mit Kreide malen

1. Den Nachthimmel vorbereiten

Lege dein schwarzes Tonpapier auf eine geschützte Arbeitsfläche.

Überlege gemeinsam mit deinem Kind, wo die Nordlichter später erscheinen sollen. Besonders schön sieht es aus, wenn die Lichtschleier nicht gerade verlaufen, sondern sich in sanften Wellen über das Papier ziehen.

2. Die ersten Lichtstreifen malen

Nimm eine hellgrüne Pastellkreide und male einen breiten, geschwungenen Streifen über den oberen Teil des Papiers.

Du kannst dabei mehrere Linien nebeneinanderzeichnen. Sie dürfen unterschiedlich breit sein und sich leicht überlappen.

Male anschließend mit Türkis und Violett weitere Streifen daneben.

3. Die Farben verwischen

Jetzt kommt der schönste Teil.

Nimm ein Stück Küchenpapier oder verwende vorsichtig deine Finger, um die Kreide nach oben und unten zu verwischen.

Bewege deine Finger möglichst senkrecht zu den geschwungenen Farbstreifen.

Dadurch entstehen lange, weiche Lichtschleier, die wie tanzende Vorhänge aussehen.

4. Die Nordlichter intensivieren

Wenn die Farben noch etwas blass wirken, kannst du weitere Kreide auftragen.

Besonders schön sieht es aus, wenn du einzelne Bereiche mit hellgrüner oder weißer Kreide aufhellst.

Verwische diese Stellen anschließend erneut vorsichtig.

5. Sterne und Landschaft ergänzen

Male mit einem weißen Gelstift kleine Sterne in den Nachthimmel.

Am unteren Bildrand kannst du schwarze Tannenbäume, eine verschneite Bergkette oder eine kleine Winterlandschaft ergänzen.

Fertig ist dein leuchtender Nordlichthimmel.

Mein Tipp: Für kleinere Kinder kannst du die geschwungenen Kreidelinien zunächst selbst vormachen. Das anschließende Verwischen gelingt oft schon Kindern ab ungefähr drei bis vier Jahren mit etwas Unterstützung.

2. Nordlichter mit Wasserfarben malen

Mit Wasserfarben lassen sich besonders weiche und fließende Nordlichter gestalten. Die Farben vermischen sich direkt auf dem Papier und erzeugen wunderschöne Übergänge.

Diese Technik eignet sich vor allem für Kinder, die gerne mit Pinseln experimentieren und beobachten, wie Farben ineinanderlaufen.

Anders als bei der Pastellkreide entstehen die Nordlichter hier durch Wasser und flüssige Farbe.

Du brauchst dafür

  • Aquarellpapier oder etwas dickeres Malpapier
  • Wasserfarben oder Aquarellfarben
  • Einen breiten weichen Pinsel
  • Einen dünnen Pinsel für Details
  • Einen Wasserbecher
  • Küchenpapier
  • Weiße Gouachefarbe oder Deckweiß
  • Optional etwas Salz für Struktureffekte

Schritt für Schritt Nordlichter mit Wasserfarben malen

1. Das Papier leicht anfeuchten

Lege dein Aquarellpapier auf den Tisch.

Befeuchte den oberen Bereich mit einem sauberen, breiten Pinsel und etwas Wasser.

Das Papier sollte gleichmäßig feucht sein, aber keine großen Wasserpfützen bilden.

Diese Technik nennt sich Nass-in-Nass-Malerei.

2. Den ersten Nordlichtstreifen malen

Nimm etwas hellgrüne Wasserfarbe auf deinen Pinsel.

Male damit einen geschwungenen Streifen über den feuchten Bereich.

Du wirst beobachten, dass die Farbe an den Rändern leicht verläuft.

Genau dieser Effekt ist gewünscht.

3. Weitere Farben ergänzen

Trage nun etwas Türkis und Violett neben dem grünen Streifen auf.

Lass die Farben vorsichtig ineinanderlaufen.

Du kannst das Papier auch leicht anheben und kippen, damit sich die Farben etwas bewegen.

Achte darauf, nicht zu häufig mit dem Pinsel über dieselbe Stelle zu malen. Sonst vermischen sich alle Farben zu einem einheitlichen Farbton.

4. Den Nachthimmel abdunkeln

Male die Bereiche rund um deine Nordlichter mit Dunkelblau.

Lass dabei einige helle Stellen zwischen den Farbstreifen frei.

So wirken die Nordlichter später besonders leuchtend.

5. Das Bild vollständig trocknen lassen

Bevor du weitere Details ergänzt, muss das Papier trocken sein.

Je nach verwendeter Wassermenge dauert das ungefähr 20 bis 60 Minuten.

6. Sterne auf das Bild sprenkeln

Verdünne etwas weiße Gouachefarbe mit wenigen Tropfen Wasser.

Tauche einen Pinsel hinein und klopfe vorsichtig mit einem Finger gegen den Pinselstiel.

So entstehen viele winzige weiße Farbpunkte, die wie Sterne aussehen.

Anschließend kannst du am unteren Bildrand noch Tannenbäume oder Berge ergänzen.

Mein Tipp: Mit einer kleinen Prise Salz auf noch feuchter Wasserfarbe können interessante sternenähnliche Strukturen entstehen. Lass das Bild vollständig trocknen und entferne das Salz anschließend vorsichtig. Der Effekt hängt von der Papierfeuchtigkeit und der verwendeten Farbe ab.

3. Nordlichter mit einem Schwamm tupfen

Wenn du mit jüngeren Kindern Nordlichter malen möchtest, ist die Schwammtechnik besonders schön.

Hier müssen keine feinen Linien oder komplizierten Formen gemalt werden. Stattdessen werden die Farben mit einem kleinen Schwamm aufgetupft und vorsichtig verwischt.

Dadurch entstehen wunderbar weiche Farbschleier.

Du brauchst dafür

  • Schwarzes oder dunkelblaues Tonpapier
  • Deckende Bastelfarbe oder Gouache in Grün, Türkis und Violett
  • Kleine Stücke eines weichen Schwamms
  • Einen Pappteller als Farbpalette
  • Küchenpapier
  • Optional einen weißen Gelstift

So funktioniert die Schwammtechnik

1. Farben vorbereiten

Gib kleine Mengen deiner Farben auf einen Pappteller.

Für klassische Nordlichter eignen sich besonders Hellgrün, Türkis und ein wenig Violett.

Verwende möglichst deckende Farben, damit sie auf dem dunklen Papier gut sichtbar bleiben.

2. Den Schwamm in Farbe tauchen

Nimm ein kleines Schwammstück und tupfe es vorsichtig in die grüne Farbe.

Drücke überschüssige Farbe auf dem Pappteller ab.

Der Schwamm sollte nur leicht mit Farbe benetzt sein.

3. Geschwungene Lichtbänder gestalten

Tupfe nun eine geschwungene Linie auf das Papier.

Anschließend ziehst du den Schwamm ganz leicht nach oben, sodass weiche, längliche Farbstreifen entstehen.

Wiederhole diesen Vorgang entlang deiner Linie.

4. Weitere Farben auftupfen

Nimm einen zweiten Schwamm und ergänze Türkis oder Violett.

Besonders schön wirkt es, wenn sich die Farben an manchen Stellen überlappen.

Du kannst auch etwas Weiß unter die grünen Farbtöne mischen, um einzelne Bereiche aufzuhellen.

5. Den Winterhimmel fertigstellen

Lass die Farbe trocknen.

Danach können kleine Sterne, eine Mondsichel oder eine dunkle Waldsilhouette ergänzt werden.

Diese Technik eignet sich mit Begleitung bereits für jüngere Kindergartenkinder. Besonders spannend ist das Experimentieren mit unterschiedlich starkem Druck und verschiedenen Schwammbewegungen.

4. Nordlichter mit Wachsmalstiften und Wasserfarben gestalten

Bei dieser Technik kombinierst du zwei unterschiedliche Malmaterialien miteinander.

Zuerst entstehen mit Wachsmalstiften die Nordlichter. Anschließend wird der gesamte Himmel mit dunkler Wasserfarbe übermalt.

Das Besondere daran ist, dass die Wachsschicht das Wasser abweist. Dadurch bleiben die gemalten Lichtstreifen sichtbar.

Dieser Effekt wird auch als Wachsmaltechnik oder Reserviertechnik bezeichnet.

Du brauchst dafür

  • Weißes, möglichst kräftiges Papier
  • Wachsmalstifte in Grün, Türkis, Blau und Violett
  • Einen weißen Wachsmalstift
  • Dunkelblaue Wasserfarbe
  • Einen breiten Pinsel
  • Einen Wasserbecher

So malst du Nordlichter mit Wachsmalstiften

1. Die Nordlichter aufzeichnen

Male mit grünen, türkisen und violetten Wachsmalstiften mehrere geschwungene Streifen auf dein weißes Papier.

Drücke dabei ruhig etwas kräftiger auf.

Je mehr Wachs auf dem Papier liegt, desto besser kann es später die Wasserfarbe abweisen.

2. Lichtschleier gestalten

Ergänze weitere Linien, die von den geschwungenen Streifen nach oben oder unten verlaufen.

Du kannst die Farben auch direkt nebeneinander auftragen.

So entsteht ein bunter, bewegter Nordlichthimmel.

3. Unsichtbare Sterne malen

Nimm einen weißen Wachsmalstift und male damit kleine Sterne zwischen die Nordlichter.

Auf dem weißen Papier sind sie zunächst kaum zu erkennen.

Das macht den nächsten Schritt besonders spannend.

4. Den Himmel übermalen

Tauche deinen Pinsel in dunkelblaue Wasserfarbe und male vorsichtig über das gesamte Bild.

Die Farbe bleibt hauptsächlich auf den Bereichen ohne Wachsschicht haften.

Die bunten Nordlichter und die weißen Sterne werden dadurch sichtbar.

5. Das Bild trocknen lassen

Lass dein Kunstwerk vollständig trocknen.

Wenn du möchtest, kannst du anschließend mit schwarzer Farbe eine kleine Waldlandschaft am unteren Bildrand ergänzen.

Mein Tipp: Verwende lieber etwas kräftigere Wachsmalstifte als sehr harte, dünne Stifte. Mit einer ausreichend dicken Wachsschicht gelingt der Abperleffekt meist besser.

5. Nordlichter mit Fingerfarben malen

Nordlichter mit Fingerfarben zu malen, ist eine besonders schöne Beschäftigung für jüngere Kinder.

Hier dürfen die Farben direkt mit den Fingern auf das Papier gebracht werden. Durch vorsichtiges Verstreichen entstehen breite, weiche Lichtschleier.

Gerade für kleine Kinder ist das eine wunderbare Möglichkeit, Farben und ihre Wirkung spielerisch zu entdecken.

Du brauchst dafür

  • Dunkelblaues oder schwarzes kräftiges Papier
  • Kindgerechte Fingerfarben in Grün, Türkis, Rosa und Weiß
  • Eine abwaschbare Tischunterlage
  • Ein feuchtes Tuch
  • Optional einen Pinsel für kleine Details

Schritt für Schritt Nordlichter mit Fingerfarben malen

1. Kleine Farbpunkte verteilen

Gib einige kleine Kleckse Fingerfarbe auf den oberen Bereich des Papiers.

Beginne mit Grün und Türkis.

Verteile die Farbpunkte in einer leicht geschwungenen Linie.

2. Die Farben nach oben ziehen

Jetzt dürfen die Kinder ihre Finger verwenden.

Ziehe die Farbe mit zwei oder drei Fingern vorsichtig nach oben.

So entstehen lange, weiche Streifen.

Die Bewegungen dürfen ruhig unterschiedlich lang sein.

3. Weitere Farben ergänzen

Setze einige kleine rosa oder weiße Farbpunkte zwischen die grünen Streifen.

Verstreiche sie ebenfalls nach oben.

Wenn sich die Farben vermischen, entstehen neue Zwischentöne.

4. Den Himmel gestalten

Lass am unteren Bildrand etwas Platz für eine Winterlandschaft.

Nach dem Trocknen kannst du dort schwarze Tannenbäume aufmalen oder aus Tonpapier ausgeschnittene Bäume aufkleben.

5. Sterne ergänzen

Mit einem Finger und etwas weißer Farbe können kleine Sterne aufgetupft werden.

So entsteht ein wunderschöner Nachthimmel.

Für jüngere Kinder ist diese Technik besonders gut geeignet, weil sie ohne komplizierte Malbewegungen auskommt. Verwende ausdrücklich für Kinder geeignete Fingerfarben und begleite das Malen, damit keine Farbe in den Mund gelangt.

So gestaltest du eine wunderschöne Winterlandschaft unter den Nordlichtern

Ein Nordlichtbild wirkt besonders eindrucksvoll, wenn du am unteren Bildrand eine dunkle oder verschneite Landschaft ergänzt.

Der starke Kontrast zwischen dem leuchtenden Himmel und den dunklen Formen lässt die Nordlichter noch intensiver erscheinen.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Verschneite Tannenbäume

Male mit schwarzer Farbe einige Tannenbäume entlang des unteren Bildrandes.

Beginne mit einem dünnen Stamm und ergänze anschließend kurze, schräge Zweige.

Wenn die schwarze Farbe getrocknet ist, kannst du mit einem weißen Stift kleine Schneeflächen auf die Zweige malen.

Besonders schön sieht es aus, wenn die Bäume unterschiedlich hoch sind.

Eine dunkle Berglandschaft

Zeichne eine geschwungene Bergkette auf schwarzes Tonpapier.

Schneide die Form aus und klebe sie vor deinen Nordlichthimmel.

Mit weißer Farbe kannst du kleine Schneekappen auf die Bergspitzen setzen.

Eine kleine Winterhütte

Eine winzige Hütte mit einem warm leuchtenden Fenster macht dein Nordlichtbild besonders gemütlich.

Male dafür ein kleines braunes Haus mit einem verschneiten Dach.

Die Fenster kannst du gelb oder orange gestalten.

Gerade der Kontrast zwischen dem warmen Licht der Hütte und den kühlen Farben des Himmels sieht wunderschön aus.

Funkelnde Sterne

Für einen besonders sternenreichen Himmel kannst du weiße Farbe mit einer Zahnbürste vorsichtig auf das Papier sprenkeln.

Tauche die Borsten in etwas verdünnte weiße Farbe und streiche mit dem Finger darüber, sodass feine Farbtropfen entstehen.

Schütze dabei den Tisch und achte darauf, nicht in Richtung von Gesichtern zu sprenkeln. Bei jüngeren Kindern übernehmen Erwachsene diesen Schritt am besten.

Welche Technik eignet sich für welches Alter?

Nicht jede Maltechnik ist für jedes Alter gleich gut geeignet.

Die folgende Übersicht hilft dir dabei, eine passende Methode auszuwählen.

TechnikAlter als OrientierungSchwierigkeit
FingerfarbenAb ca. 2 bis 3 JahrenSehr einfach
SchwammtechnikAb ca. 3 JahrenEinfach
PastellkreideAb ca. 4 JahrenEinfach
Wachsmalstifte und WasserfarbenAb ca. 4 bis 5 JahrenEinfach
Wasserfarben mit FarbverläufenAb ca. 5 bis 6 JahrenMittel

Die Altersangaben sind natürlich nur eine Orientierung. Manche jüngeren Kinder haben bereits viel Freude an Wasserfarben, während ältere Kinder lieber mit den Fingern oder Schwämmen experimentieren.

Wichtiger als das Alter ist, dass dein Kind die Materialien sicher verwenden kann und Freude am kreativen Gestalten hat.

Häufige Fehler beim Nordlichter malen

Gerade beim ersten Versuch sehen Nordlichter manchmal anders aus als erwartet. Das ist vollkommen normal. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich viele Probleme vermeiden.

Die Nordlichter leuchten nicht richtig

Wenn die Farben auf dunklem Papier kaum sichtbar sind, sind sie möglicherweise nicht deckend genug.

Verwende für schwarzes Tonpapier lieber Pastellkreiden, Gouache oder gut deckende Bastelfarben.

Normale Wasserfarben wirken auf schwarzem Papier häufig sehr blass.

Die Farben vermischen sich zu stark

Besonders bei Wasserfarben und Fingerfarben kann es passieren, dass alle Farben ineinanderlaufen.

Verwende deshalb zunächst nur zwei oder drei Farbtöne und bearbeite die einzelnen Bereiche möglichst wenig.

So bleiben die Lichtschleier besser erkennbar.

Die Lichtstreifen sehen zu gerade aus

Nordlichter verlaufen am Himmel häufig in geschwungenen Bögen und wellenartigen Formen.

Male deshalb keine vollkommen geraden Linien.

Besonders natürlich wirken breite, leicht geschwungene Farbbänder, von denen unterschiedlich lange Lichtstreifen ausgehen.

Das Papier wellt sich

Wenn du viel Wasser verwendest, kann sich dünnes Papier verformen.

Für Wasserfarben eignet sich deshalb kräftiges Aquarellpapier besonders gut.

Du kannst das Papier vor dem Malen zusätzlich mit geeignetem Klebeband auf einer festen Unterlage befestigen.

Die Sterne werden zu groß

Beim Sprenkeln mit Farbe entstehen manchmal große weiße Flecken.

Verwende möglichst wenig Farbe und probiere die Sprenkeltechnik zunächst auf einem Reststück Papier aus.

Für besonders feine Sterne eignet sich auch ein weißer Gelstift.

Häufige Fragen zum Nordlichter malen mit Kindern

Kann man Nordlichter auf schwarzem Papier malen?

Ja. Schwarzes Tonpapier eignet sich sogar besonders gut für Nordlichter, weil die leuchtenden Farben darauf wunderbar zur Geltung kommen. Verwende dafür am besten weiche Pastellkreiden, deckende Gouachefarben oder helle Fingerfarben.

Welche Kreide eignet sich am besten für Nordlichter?

Weiche Pastellkreide eignet sich besonders gut, weil sie sich leicht verwischen lässt. Dadurch entstehen die typischen weichen Farbübergänge. Gewöhnliche Straßenmalkreide ist dafür weniger geeignet, da sie häufig härter ist und sich auf Papier nicht so gut verblenden lässt.

Kann man Nordlichter mit normalen Wasserfarben malen?

Ja. Auf weißem Aquarellpapier kannst du mit normalen Wasserfarben wunderschöne Nordlichter gestalten. Besonders gut funktioniert die Nass-in-Nass-Technik, bei der die Farben auf leicht feuchtem Papier ineinanderlaufen.

Wie malt man Nordlichter besonders einfach?

Am einfachsten gelingt es mit Pastellkreide auf schwarzem Papier. Male mehrere geschwungene Streifen in Grün, Türkis und Violett und verwische sie anschließend vorsichtig mit den Fingern oder einem Wattepad. So entstehen bereits nach wenigen Minuten wunderschöne Lichtschleier.

Welche Farben haben echte Nordlichter?

Echte Nordlichter erscheinen häufig grün. Je nach Höhe und beteiligten Gasen können sie auch rot, rosa, violett oder bläulich wirken. Für ein kreatives Kinderbild dürfen natürlich auch ganz andere Farben verwendet werden.

Wie lange dauert es, Nordlichter zu malen?

Ein einfaches Nordlichtbild mit Pastellkreide oder Fingerfarben kann bereits in etwa 15 bis 30 Minuten entstehen. Bei Wasserfarben solltest du zusätzlich Zeit zum Trocknen einplanen. Aufwendigere Winterlandschaften mit Tannenbäumen, Bergen und vielen Sternen können entsprechend länger dauern.

Kann man Nordlichter auch mit Kindergartenkindern malen?

Ja. Besonders die Schwammtechnik und das Malen mit Fingerfarben eignen sich für Kindergartenkinder. Ältere Kinder können bereits mit Pastellkreiden oder Wasserfarben arbeiten und dabei unterschiedliche Farbverläufe ausprobieren.

Nordlichter malen ist eine wunderschöne kreative Winterbeschäftigung

Nordlichter zu malen ist eine wunderbare Möglichkeit, gemeinsam mit Kindern kreativ zu werden und gleichzeitig ein faszinierendes Naturphänomen kennenzulernen.

Besonders schön finde ich, dass bereits mit ganz einfachen Materialien beeindruckende Bilder entstehen können. Ein schwarzes Blatt Papier, etwas grüne und türkise Pastellkreide und ein paar weiße Sterne reichen schon aus, um einen leuchtenden Winterhimmel zu gestalten.

Während jüngere Kinder mit Schwämmen oder Fingerfarben experimentieren, können ältere Kinder unterschiedliche Farbverläufe ausprobieren und ihre Bilder mit verschneiten Wäldern, Bergen oder kleinen Winterhütten ergänzen.

Vielleicht entsteht bei euch ein klassischer grüner Nordlichthimmel über einem dunklen Tannenwald. Oder dein Kind gestaltet eine fantasievolle Polarlichtlandschaft in Rosa, Lila und Türkis.

Jedes Bild wird anders aussehen und genau das macht diese kreative Winteridee so besonders.

Die fertigen Kunstwerke eignen sich übrigens auch wunderbar als winterliche Fensterdekoration, selbst gestaltete Grußkarten oder kleine Geschenke für die Großeltern.

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